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Die
Unternehmerin Rita Baechler-Barth hat mit
ihrem Anstoss zur Revitalisierung der
VCU-Regionalgruppe Zentralschweiz eine
Welle von Impulsen ausgelöst, von
denen sich an der Jahrestagung 2004
VCU-Mitglieder aus der ganzen Schweiz
anstecken liessen. Mit der Organisation
der Jahrestagung konnte die
Zentralschweizer Gruppe erste Früchte
ihrer Arbeit
präsentieren.
Interview
von Rolf Zenklusen
Frau
Baechler, Sie kamen auf die Idee, die
Regionalgruppe Zentralschweiz zu
revitalisieren. Hat denn die VCU vorher in
einem Dornröschenschlaf
gesteckt?
Baechler:
Ja. Aber nicht die böse Fee, sondern
altbekannte Sattheit,Trägheit und
eingeschliffene Gewohnheiten haben die VCU
Zentralschweiz bis an den Rand des
Überflüssigseins
gebracht.
Da
steckt doch viel persönliches
Engagement dahinter. Woher nehmen Sie die
Zeit dafür?
Zeit haben
alle Menschen gleich viel. Die Frage
müsste lauten: Woher holen Sie die
Motivation dafür? Als ich vor
fünf Jahren zur Präsidentin der
VCU Zentralschweiz ernannt wurde, wollte
ich daraus eine interaktive,
schlagkräftige und von Freundschaft
geprägte Vereinigung
machen.
Wie
haben Sie es geschafft so viele
Mitstreiterinnen und Mitstreiter für
das Projekt zu gewinnen?
Ich
begann, mit Mitgliedern über
Veränderungen und Wachstum unserer
Regionalgruppe zu reden und stellte
Offenheit und Interesse fest. Ich formte
eine Task Force mit dem Ziel, der VCU
Zentralschweiz einen professionellen
Unterbau zu geben. Mit unserem Anliegen
gelangte ich an das Lassalle-Haus in Bad
Schönbrunn. Dort bot man uns an, eine
Gruppe von 10 bis 14 Personen während
sechs Monaten systematisch bei einem
inneren Prozess, der die Revitalisierung
zum Ziel haben sollte, zu
schulen.
Hat man
es als Frau in diesem Bereich
schwerer?
Als Frau
hat man es nur schwer, wenn man sich
einbildet, es sei schwer. Während
fünf Jahren Präsidium hatte ich
nie Probleme damit, meine Arbeit in einem
von Männern dominierten Umfeld zu
leisten.
Welche
Ziele haben Sie mit der Wiederbelebung
verfolgt?
Das erste
Ziel war ganz klar die Entstaubung auch
des "C" und die Verjüngung unserer
Regionalgruppe und mehr Attraktivität
mittels einer klaren Strategie.
Konnten
Sie diese Ziele erreichen?
Heute
blicken wir auf eine geistig und personell
verjüngte VCU Zentralschweiz. Wir
sind es inzwischen gewohnt, einander im
bewussten Dialog zu begegnen und gehen
vermehrt proaktiv aufeinander zu. Obschon
wir eine kleine Gruppe sind, konnten wir
im letzten Vereinsjahr acht Neumitglieder
aufnehmen.
Gab es
auch Rückschläge während
der Revitalisierung?
Einige
Mitglieder hatten während der
Ausbildungsphase im Lassalle-Haus und bei
der bevorstehenden Umsetzung Probleme mit
meiner Person als Führungskraft Sie
meinten, ich arbeite zu wenig klar
strukturiert, und ich sei zu wenig streng
und "zackig". Nun hat sich klar gezeigt,
dass nicht immer Strenge und ein
militärischer Ton zum
gewünschten Erfolg
führen.
Wie
haben die Mitglieder auf die
Revitalisierung reagiert?
Dazu kann
ich nur sagen: Mit Stolz und Freude!
Unseren Mitgliedern ist es letztlich zu
verdanken, dass die Revitalisierung
gelungen ist. Sie sind es, die sie
uneingeschränkt mitgetragen und uns
ihr Vertrauen geschenkt haben.
Was
konkret bringt die Revitalisierung den
Mitgliedern?
Bestimmt
bringt sie vielen ins Bewusstsein, dass
die VCU eine ganz grossartige Sache ist,
für die zu kämpfen es sich lohnt
Dass sie eine Vereinigung ist, die sich
dem "C" verpflichtet und eine Stimme in
der Wirtschaft, Gesellschaft und Politik
sein will.
Nun
werden Sie in der VCU Schweiz bewundert
für Ihre Bemühungen. Wie gehen
Sie damit um?
Ich freue
mich über diese geistigen
Streicheleinheiten, bilde mir aber nicht
ein, sie seien allein für mich
bestimmt. Wir sind eine ganze Gruppe, eine
Task Force, die all das geschaffen hat.
Zudem gibt es da noch die göttliche
Vorsehung, die ihre schützende Hand
über uns hält!
Was
muss geschehen, damit dieser Funke von der
Zentralschweiz auf die übrige Schweiz
überspringt?
Wir sind
seit der Jahrestagung alle gemeinsam auf
dem Weg zum Erfolg! Und wer möchte da
nicht freiwillig mitmachen? Meine Kollegen
und Kolleginnen in der Zentralschweiz und
ich wären überaus stolz, wenn
unser Beispiel Schule machen würde.
Persönlich empfinde ich es als
Herausforderung, dass ich als neu
gewähltes Mitglied des Ausschusses
der VCU diesen Prozess in der ganzen
Schweiz aktiv begleiten darf.
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